Hütchenspiel und andere Filme, JVA Lenzburg, Schweiz; 2012

  • 27. März 2015

„Die todkranke Justizia“, „Hoffnung“, „Knast-Kontrast“, Hütchenspiel“.
Participatory Videoprojekt in der JVA Lenzburg – Erwachsenenvollzug
13.11. – 4.12.2012

Zentralgefängnis Lenzburg
Acht Gefangene der Altenabteilung „Ü 60“ des Zentralgefängnisses in Lenzburg erarbeiten drei Filme über ihre Hoffnungen und Hoffnungslosigkeit, über das Mistrauen gegenüber das Justizsystem und die eigene Ohnmacht. Alle Filme zeigen in eindrucksvoller Weise ihr verlorenes und machtloses Leben im Gefängnis.
„Die todkranke Justizia“ Mit den wenigen Mitteln, die den Gefangenen zu Verfügung standen, entwarfen und erarbeiteten drei Insassen eine fast sechsminütige Animation über die gerichtliche Gerechtigkeit, die zum Sterben verurteilt ist.
„Hoffnung“ ist das, was bleibt. Zurück zur Religion und zur Meditation. Oft ist es dieser Weg, den sich Insassen suchen, um im öden Alltag des Anstaltsleben zu überleben. Der Film ist eine Meditation des Überlebens.

Knast-Kontrast“ Nur durch Perspektivenwechsel und erlernen von Toleranz kann sich grundlegend etwas in unserer Gesellschaft verändern, sagt Andreas Z. . Im Gefängnis erlebt man im Mikrokosmos, wie unsere Gesellschaft draußen funktioniert.

Strafanstalt Lenzburg
Was passiert wenn einer unter Verdacht einer Straftat steht? Was, wenn die Medien Druck auf Polizei und Staatsanwalt machen. Wie weit geht es um Beruhigung der öffentlichen Meinung oder um gerechte Untersuchung des Falls?
In dem Film „In der Mühle der Justiz“ entwickeln die beteiligten Insassen ein Würfel- /Brettspiel. Mit witzig, ironischen Statements der Protagonisten legen sie die Schwachstellen unseres Systems offen. Wie beim Hütchenspiel können alle nur verlieren.
Pv-Facilitator: Lisa Glahn