Team

Vor elf Jahren kreuzten sich unsere, Lisa Glahns und Mirjam Leuzes, beruflichen Wege. Seitdem arbeiten wir in partizipatorischen Filmprojekten zusammen. 2008 gründeten wir myView – Participatory Video for Empowerment. Seitdem haben wir mehr als fünfzig Projekte durchgeführt, immer wieder auch mit anderen Künstlerinnen und Künstlern. Obwohl wir aus unterschiedlichen beruflichen Erfahrungswelten kommen, verfolgen wir in unseren filmischen und künstlerischen Aktivitäten das gleiche Ziel: Uns für soziale Gerechtigkeit einzusetzen und Menschen ein Sprachrohr für ihre Belange zu geben.

In unseren Workshops versuchen wir eine respektvolle und wertschätzende Atmosphäre zu schaffen, die ein vertrauensvolles Miteinander ermöglicht. Uns ist es wichtig, Menschen ihre Geschichten in Form von Videos, Fotos oder Performances selbst erzählen zu lassen, so dass diejenigen eine Stimme und ein Gesicht bekommen, die oft überhört und übersehen werden. Obwohl wir mit Laien arbeiten, haben wir einen künstlerischen Anspruch an die filmischen Ergebnisse.

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L I S A   G L A H N
Lisa Potrait_2 groß

Von Menschen, Situationen und Kunst lasse ich mich gerne inspirieren, vertraue meiner Intuition und erkunde neugierig mir unbekannte Pfade. Dabei aus meinen eigenen Fehlern lernen, das ist mein Weg.

Mit 18 ließ ich mich von Leinwandbildern verführen und schrieb Kurzfilme. Mit 23 brach ich meine Zelte in Deutschland ab, suchte auf den Spuren von Moliere die Boheme in Paris und lernte dort Schauspiel. Dann Ferrara, Italien: Langjährige Zusammenarbeit mit dem experimentellen Straßentheater Teatro Nucleo, bevor ich im Centro Video Arte di Ferrara mit Videokunst in Kontakt kam. Die Filmschule Ipotesi Cinema folgte. Seitdem habe ich zahlreiche Dokumentarfilme, Reportagen, Kurz- und Experimentalfilme, sowie Radiofeatures realisiert, gleichzeitig mein Wissen in Theater- und Videoworkshops weitergegeben. Im Rahmen der europäischen Fortbildung des sozialen Dokumentarfilms EsoDoc 2006 entwickelte ich ein Participatory Video-Konzept für die filmpädagogische Arbeit .

Mich für soziale Gerechtigkeit zu engagieren ist der Motor meiner gesamten Arbeit. In diesem Sinne nutze ich seit Jahren Film, Kunst und Participatory Video, um Menschen eine Stimme zu verleihen.

M I R J A M   L E U Z E
Mirjam_Portrait

Abseits ausgetretener Pfade unterwegs zu sein und immer wieder neue Denk- und Lebenswelten zu erkunden, fasziniert mich seit meiner Kindheit.

Mit Anfang 20 tauche ich nach einer Ausbildung zur Ergotherapeutin in die Lebenswelt schwerst-mehrfachbehinderter Menschen ein und konzipiere therapeutische Angebote in einer Behinderteneinrichtung in Süddeutschland. Von der schwäbischen Alb ziehe ich mit einem ASA-Stipendium als Ergotherapeutin nach Istanbul. Es folgt ein Studium der Ethnologie und Theater-Film-und Fernsehwissenschaften in Köln mit einer einjährigen Feldforschung in Kirgistan/Zentralasien. Nach dem Studium steige ich bei einer kleinen Filmproduktionsfirma ein und erkunde neue Welten und Zusammenhänge durch das Visier einer Kamera. Es entstehen längere Reportagen fürs Fernsehen, die die ökologischen und sozialen Auswirkungen von Goldminen ins Visier nehmen oder die Folgen der Globalisierung anhand des Lebenszyklus eines Mobiltelefons anschaulich machen. Mein aktuellstes Projekt, der Dokumentarfilm „Flowers of Freedom“, lief im März 2015 in Kinos in Deutschland an.  Parallel zur eigenen Filmarbeit beginne ich 2009 zusammen mit Lisa Glahn mein Wissen in Participatory-Video-Projekten weiterzugeben. So entsteht über den Lauf der Jahre hinweg der filmische Ansatz von myView, den wir in der Zwischenzeit in Projekten weltweit anwenden und weiterentwickeln. 

Ich möchte mit meiner Arbeit Brücken der Verständigung bauen: Zwischen Menschen und Lebenswelten.